• Laura Mörschburger

Die innere Haltung beim reittherapeutischen Coach



WOW diese Woche habe ich den ersten Baustein der Weiterbildung zum Reittherapeutischen Coach angeleitet. In meiner Tätigkeit als Dozent bei IGOGO vermittele ich anerkannte Coaching Methoden . z. B. der Positiven Psychologie, Systemischem Ansatz und der „Transaktionsanalyse“. Diese Coaching Methoden helfen uns den Klienten dabei zu unterstützen sein konkretes Ziel für das Coaching herauszuarbeiten, und Strategien zu entwickeln dieses zu verfolgen und mit Herausforderungen besser umzugehen.

Warum gibt es den Reittherapeutischen Coach? In der Praxis zeigt sich, dass die Übergänge zwischen Reittherapie und Coaching fließend sind und häufig auch beides zum Einsatz kommen kann. Reittherapie arbeitet primär an den körperlichen Defiziten.

Im Bereich der mentalen Bewältigung, der Veränderung der Einstellung und dem Umgang mit diesen Defiziten im Alltag wird aber nur peripher gearbeitet. Daher wird im Reittherapeutischen Coaching die Arbeit des Reittherapeuten um die Coaching Perspektive ergänzt. Die gezielte Entwicklung einer ressourcenorientierten inneren Haltung. So verfügen wir alle über weit mehr Ressourcen und Fähigkeiten als uns bewusst ist. Denn wir alle werden von unserem Unterbewusstsein gesteuert, ohne dass wir es merken. Da gibt es Blockaden, Antreiber oder Glaubenssätze, die bei uns automatisch eine bestimmte negative Reaktion auslösen. Die Kenntnis darüber, wie diese Reaktionen zustande kommen und das gezielte Entgegenwirken ist der entscheidende Schritt z. B. für den positiven Umgang mit Problemen, eine überzeugte innere Haltung, authentisches Auftreten, kurz: wie wir wahrgenommen werden.

Die ersten Tage des Bausteins haben total viel Freude gemacht und noch einmal ganz klar die Bedeutung der Inneren Haltung gezeigt. Wir unterschätzen oft wie sehr unsere eigene Haltung und Einstellung anderen gegenüber, deren Verhalten beeinflusst.

So zeigen beispielsweise Untersuchungen, dass die Leistung von Schülern abhängig von den Erwartungen des Lehrers sind. Diese werden in subtiler Weise übermittelt, z. B. durch persönliche Zuwendung, die Wartezeit auf eine Schülerantwort, durch Häufigkeit und Stärke von Lob und Tadel oder durch hohe Leistungsanforderungen. Auf diese Weise beinflusst die Einstellung des Anderen sein Verhalten mir gegenüber. Das Verhalten mir gegenüber beeinflusst wiederum mein Selbstbild und mein Verhalten (gegenüber dem Anderen). Und dieses wieder die Meinung des Anderen über mich. Verstärkt wird dieser Prozess, dadurch, dass Menschen dazu neigen Erwartungen unbewusst zu entsprechen, um dazu zugehören. Daher ist die innere Haltung beim Coaching das A und O.


Das Schöne an der Arbeit mit den Pferden ist, dass diese sehr sensible unseres inneres wahrnehmen und führen uns Themen wie „Innere Haltung“ und „Führen“ sehr deutlich vor Augen. Pferde sind die perfekten Spiegel und geben uns ganz natürliches Feedback. Sie merken z. B. sofort, wenn unsere Körpersprache nicht im Einklang mit unserem Selbstbewusstsein ist und spiegeln das direkt zurück.



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